Pflanzenschutzmittel: Belastung von Lebensmitteln weiterhin niedrig

Kultur- und herkunftsabhängige Unterschiede

Im Rahmen der amtlichen Überwachung wurden 2018 insgesamt 19.292 Lebensmittelproben auf das Vorhandensein von Pflanzenschutzmittelrückständen untersucht. Nur 1,4 % der Proben überschritten die zulässigen Höchstgehalte und mussten bemängelt werden. Die Beanstandungsquote lag damit bei 1,4 % und ähnlich niedrig wie in den Vorjahren. Etwa 40 % der Lebensmittel enthielten überhaupt keine messbaren Pflanzenschutzmittelreste.

 

Zwischen den einzelnen Lebensmittel zeigen sich deutliche Unterschiede: Bei häufig verzehrten Kulturen, wie z.B. Kartoffeln, Äpfel, Karotten oder Zwiebeln waren kaum oder gar keine Überschreitungen der zulässigen Rückstandshöchstgehalte festzustellen, während bei anderen Produkten die Beanstandungsquoten deutlich höher lagen (z.B. Bohnen mit Hülsen: 8 %, Grünkohl: 6 % oder Frische Kräuter: 6 %).

 

Ebenso zeigen sich Unterschiede bei der Herkunft der Produkte: Während von Proben aus Deutschland und der EU nur 1,3 % bzw. 1,5 % beanstandet werden mussten, lag diese Quote bei Importen aus Drittländern bei 8,8 % und steigt seit einigen Jahren tendenziell an. Auch hier zeigt sich jedoch, dass die meisten Lebensmittel (Äpfel, Kartoffeln, Tomaten...) nur gering belastet sind, und sich die Überschreitungen auf bestimmte Produktgruppen konzentrieren, u.a. Gemüsepaprika, Bohnen mit Hülsen, frische Kräuter oder Auberginen (jeweils > 15 % auffällige Proben).

 

 

Pressemitteilung des Bundesamtes für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit

Zusammenfassung der Nationalen Berichterstattung "Pflanzenschutzmittelrückstände in Lebensmitteln" 2018

 

 

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